In Co-Organisation mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft, dem Institut für Legal Gender Studies der JKU Linz und dem VCML fand am 6. November 2025 das Symposium „Mit Recht gegen Rassismus“ an der JKU Linz statt. Die Veranstaltung brachte Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen, um die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit im Kampf gegen Rassismus deutlich zu machen.
Nach der Keynote von Cengiz Barskanmaz zum Thema „Ambivalenzen des Rechts: Zwischen Rassismus und Antidiskriminierung“ beleuchtete ein erstes Panel die zentrale Frage, warum und wie sich das Recht mit Rassismus auseinandersetzen muss und nahm insbesondere auch die Rolle exekutiven Verhaltens in den Fokus. Besonders eindrücklich wurde das Symposium durch die interaktiv gestalteten Workshop-Blocks am Vormittag und am Nachmittag, die Themen wie institutionellen Rassismus, Zugänge zur Justiz, dekoloniale Perspektiven oder Diskriminierung in sozialen Medien behandelten.
Abschließend ermöglichte die Keynote von Michaela Moua tiefergehende Einblicke in die Anti-Rassismus-Arbeit der Europäischen Kommission, bevor das Abend-Panel Perspektiven für nachhaltige Veränderungen diskutierte. Trotz der klar benannten politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden blieb der Tag von ermutigender Aufbruchsstimmung geprägt – und der Anregung, weiter zu reflektieren, wie rechtswissenschaftliche Forschung und Praxis in der Bekämpfung von Rassismus künftig noch enger zusammenwirken können.
