VCML Mitglieder
Das Vienna Centre for Migration & Law (VCML) ist ein interdisziplinäres Netzwerk für den wissenschaftlichen Austausch zu aktuellen Fragen des Migrationsrechts. Die Mitgliedschaft steht wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen der Universität Wien offen, die ein Forschungsinteresse im Bereich Migration haben. Forschende anderer Universitäten können sich als assoziierte Mitglieder anschließen.
Mitglieder profitieren von regelmäßigen Vernetzungstreffen, Diskussionen und Kooperationen innerhalb eines engagierten Forschungskreises.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Vesna Roch unter: migration.rewi(at)univie.ac.at
Ordentliche Mitglieder
Barbara Cargnelli-Weichselbaum
Barbara Cargnelli-Weichselbaum ist Assistenzprofessorin am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien. Sie ist Expertin für Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht sowie Grund- und Menschenrechte. Neben mehreren Veröffentlichungen zum Thema Familienzusammenführung liegen ihre Forschungsinteressen im Bereich der Grund- und Menschenrechte sowie der europarechtlichen Vorgaben zur sozialen Absicherung von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten. Mit besonderem Fokus auf die europa- und verfassungsrechtliche Perspektive umfasst ihre Forschung auch gesetzliche Regelungen betreffend Bettelverbote, deren Strenge auf das Ziel der Verhinderung der Bettelei armutsbetroffener Reisender zurückzuführen ist.
Dragana Damjanovic
Univ.-Prof. Dr. Dragana Damjanovic, LL.M. (Berkeley) ist seit März 2025 Professorin für Verwaltungsrecht am Institut für Staatsrecht und Verwaltungsrecht der Universität Wien. Zuvor war sie, von März 2020 bis Februar 2025, als Universitätsprofessorin für Öffentliches Recht und Leiterin des Forschungsbereichs Rechtswissenschaften an der TU Wien sowie von März 2018 bis Februar 2020 als Privatdozentin und stellvertretende Institutsleitung am Institut für Rechtswissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien tätig.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien und der Universidad de Alcalá in Spanien (Mag.iur, Dr. iur) und einem postgradualen Studium an der University of California, Boalthall School of Law (LL.M.), habilitierte sie sich 2015 mit einer Arbeit zum Thema „Legal Structures of the EU Social Market Economy“ an der Wirtschaftsuniversität Wien für die Fächer Öffentliches Recht und Europarecht. Im Rahmen ihrer Habilitationsarbeiten war sie Gastforscherin an in- und ausländischen Universitäten, darunter am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im öffentlichen Wirtschaftsrecht, Klimaschutz- und Umweltrecht. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt Fragen zum Verhältnis von Staat und Markt - vor allem in den Daseinsvorsorgesektoren – zur Gestaltung nachhaltiger Gesellschaftsstrukturen. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Leitung und Durchführung von interdisziplinären Forschungsprojekten.
Lena Foljanty
Lena Foljanty ist Professorin für Globalisierung und Rechtspluralismus an der Universität Wien. Sie erforscht in historischer Perspektive Globalisierungsprozesse im Recht und interessiert sich für die komplexen Interaktionen zwischen verschiedenen Rechtsordnungen, Rechtsverständnissen und rechtlichen Praktiken. Es ist ihr ein Anliegen, europäisch zentrierte Narrative aufzubrechen und die Akteur*innen des Wandels in den Blick zu nehmen. In diesem Zusammenhang spielt Migration als Folge von und Faktor in Globalisierungsprozessen eine wichtige Rolle.
Gerhard Muzak
Gerhard Muzak ist außerordentlicher Professor am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Er ist Autor eines Kommentars zum B-VG und Mitautor des Grundrisses des österreichischen Verwaltungsverfahrensrechts. Darüber hinaus liegen seine Forschungsschwerpunkte in verschiedenen Bereichen des österreichischen und europäischen Rechts, zB Verkehrsrecht, Fremden- und Asylrecht und Universitätsrecht. Im Bereich des Migrationsrechts war er neben zahlreichen Publikationen unter anderem Mitglied des Boards der interdisziplinären Forschungsplattform „Migrations- und Integrationsforschung“ und Herausgeber der Fachzeitschrift „migralex“.
Helmut Sax
Helmut Sax ist Senior researcher am Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte in Wien, zuständig für die Arbeitsbereiche Kinderrechte und Menschenhandel.
In beiden Forschungsfeldern ergeben sich vielfältige Verbindungen zu Migration und Flucht, sei es in Bezug auf Kinder als Zielgruppe und Querschnittsthema oder im Hinblick auf Schutz vor Ausbeutung und Wahrung der Rechte von Migrant:innen.
2021 war Helmut Sax Mitglied der vom BMJ eingesetzten unabhängigen „Kindeswohlkommission“ unter Leitung von Dr. Irmgard Griss (zum Bericht: https://www.bmj.gv.at/service/publikationen/Kindeswohlkommission.html), seit 2012 ist er Mitglied des im Familienministerium eingerichteten unabhängigen Kinderrechte-Board (https://www.kinderrechte.gv.at/kinderrechte-board/das-kinderrechte-board.html).
Von 2011 bis 2018 war er Mitglied von GRETA, dem Überwachungsorgan des Europarats zur Konvention gegen Menschenhandel (2013/14 als Vizepräsident), und an 13 Länderevaluationsmissionen beteiligt. 2020 ist der von Julia Planitzer und ihm gemeinsam herausgegebene Rechtskommentar zur Menschenhandelskonvention erschienen (https://doi.org/10.4337/9781788111560, open access).
Alexander Somek
Alexander Somek ist Professor für Rechtsphilosophie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Er interessiert sich für republikanisches Verfassungsdenken und dessen Relevanz für den politischen Liberalismus. Sein neuestes Buch, The Constitution of the Legal Relation, soll Anfang 2026 erscheinen. Es befasst sich mit Recht und der Theorie der praktischen Vernunft.
Assoziierte Mitglieder
Anne Kühler
Univ.-Prof. Dr. Anne Kühler, LL.M. studierte Rechtswissenschaften und Philosophie an den Universitäten Bern und Basel sowie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Lizentiat an der Universität Bern war sie als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Basel tätig und absolvierte ein LL.M.-Studium an der Columbia Law School. Von 2008 bis 2012 war sie als Gerichtsschreiberin am schweizerischen Bundesverwaltungsgericht tätig. Ihre Promotion erfolgte 2010 an der Universität Bern.
Ab 2012 war sie Oberassistentin im Bereich der Grundlagen des Rechts an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich, wo sie sich 2020 auch habilitierte. Sie war Gastforscherin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg sowie Fellow am Zentrum für Religionsverfassungsrecht (ZRV) der Universität Luzern und nahm Lehrtätigkeiten an den Universitäten Basel, Luzern, Zürich und St. Gallen wahr. Daneben engagierte sie sich als Geschäftsführerin der Schweizerischen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (SVRSP) (2013-2020) und als Secretary General der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR) (2019 bis 2024).
Von Februar 2023 - Juli 2026 war Anne Kühler Professorin für Rechtsethik und Rechtsphilosophie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Sie gehört dem Editorial Board der Zeitschrift RphZ – Rechtsphilosophie an und ist seit 2024 Mitglied des Exekutivkomitees der IVR. Von Oktober 2024 - Juli 2026 war sie Co-Sprecherin des Vienna Centre for Migration & Law.
Lena Riemer
Dr. Lena Riemer ist Assistenzprofessorin für Rechtswissenschaften an der Central European University in Wien. Sie lehrt u.a. zu den Themen Migration, Asyl und Menschenrechten. Ihre Promotion an der Freien Universität Berlin befasste sich mit dem Verbot der Kollektivausweisung im Völkerrecht.
Lena hat ihr Jurastudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, der University of the Western Cape, Südafrika und an der Yale Law School absolviert. Sie hat sowohl in der Wissenschaft als auch der Praxis Berufserfahrung gesammelt. So arbeitete sie für zivilgesellschaftlichen Organisationen in Mexiko und Kolumbien zu strategischer Prozessführung, mit der Internationalen Organisation für Migration zu Klimawandelanpassung und mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen in Deutschland. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, sowie an der Yale Law School.